
Hier finden Sie die in der Historie angesiedelten Kriminalgeschichten. Neben den "Saarkrimis" finden Sie hier auch Romane aus der unmittelbaren Nachbarschaft: Trier/Mosel bzw. Kaiserslautern/Pfalz. bzw Hunsrück/Nahe
Adolf Bay wurde 1921 in
Völklingen geboren und lebt heute in Überherrn. Er hat zahlreiche
Romane, Zeitungsartikel, Hörspiele und Theaterstücke verfasst.
Weitere Informationen zum Autor und eine Textprobe des Romans
"Der Kindermord von Walderfingen" finden Sie auf den Seiten der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.
Seine drei Mittelalter-Romane haben immer Geschehnisse auf oder um Burg Felsberg - der Teufelsburg - zum Hintergrund. Während das erste Buch letztlich ein Ritterroman ist, firmieren die beiden weiteren hier aufgeführten Werke als mittelaterliche Kriminalromane. Die "Teufelsburg" und "Freiwild" waren zunächst als Theaterstücke konzipiert und wurden erst später zu Romanen umgearbeitet. Viele der genannten Persönlichkeiten haben tatsächlich einen historischen Hintergrund, was die Werke für geschichts- und heimatkundliche Leser interessant macht. Auch mancher Plot wie z.B. im "Kindermord von Walderfingen" in dem unter anderem auch der archaische Kybele-Kult mit seinem Blutopfer angesprochen wird, verspricht spannende Unterhaltung. Allerdings ist in den beiden Kriminalromanen die Mischung aus Sex and Crime - für meinen Geschmack - zu sehr auf die erstere Komponente ausgerichtet. Letztlich sollte sich jeder Interessierte jedoch selbst ein Bild hiervon machen.
Merci Alwis ! DIE TEUFELBURG UND ALICE VON FORBACH 1991,
Verlag Raimund Paquet, Überherrn, 142 Seiten, ISBN 3-9802785-0-6
Aus
dem Text der Buckrückseite:
"Das tragische Ringen der
Alice von Forbach um Heinrich von Felsberg gegen dessen Bruder Arnold
von Siersburg sowie gegen ihren Vater, Thierry von Forbach, bilden
den Mittelpunkt des Romans, der um 1260 spielt.
Adolf Bay beschreibt
die Zeit der unchristlichen Inquisition mit den von der Kirche gutgeheißenen
Foltermethoden und Hexenverbrennungen und der daraus resultierenden
Weltuntergangsstimmung. Die >>Tatorte<<: Felsberg, Siersburg,
Forbach, Kriechingen (heute Falquemont), Saarbrücken, Metz, Jerusalem
u.a." (Zitat)
Der etwas merkwürdige Titelzusatz "Merci Alwis"
erklärt sich durch den Dank des Autors an den ehemaligen Felsberger
Bürgermeister Alois Hoffmann, der durch Hartnäckigkeit und
Tatkraft entscheidend zum Wiederaufbau der Teufelsburg beitrug.
FREIWILD oder DAS TEUFELSKREUZ VON FELSBERGMittelalterlicher
Kriminalroman
1995, Logos-Verlag, Saarbrücken, 240 Seiten,
ISBN 3-928598-05-8
Aus dem Text der Buchrückseite:
"Adolf
Bay beschreibt in einer packenden Kriminalgeschichte das Lebensgefühl
der einfachen Memschen wie auch des Adels des ausgehenden 13. Jahrhunderts,
ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen - Machtgier, Intrigen und
Mord, Minne, Sex und Leidenschaft und der alltägliche Kampf ums
Überleben werden packend geschildert."
">>Loslassen<<,
schrie Amanda und trat nach hinten aus. >>Ich schreie. Ich
rufe Vinzenz.<< Sie ließ sich nach vorne fallen. Der feiste
Mönch fiel auf sie, packte sie am Hals und zischte: >>Nun
hab ich dich, du Hexe.<< Amanda bäumte sich auf, machte einen
Buckel und warf ihn ab. Blitzschnell drehte sie sich um, wollte
aufstehen. Aber erwarf sich auf sie und griff wieder nach ihrem
Hals. Instinktiv hob sie ihr rechtes Bein. Ihr Knie traf die richtige
Stelle. Er schrie laut auf. Seine Hände lösten sich von ihrem Hals,
griffen nach unten, während erjammernd zur Seite rollte. Amanda
packte einen dicken Ast, schlug ihm diesen auf den Kopf. >>Dir
werde ich es geben, stinkender Pfaffe. Du hinterhältiger Hund<<,
fauchte sie.
Bruder Fenegrinus stöhnte kurz auf, sackte in sich
zusammen, fiel zur Seite, verdrehte die Augen, streckte sich und
rührte sich nicht mehr. Und dann lag er ruhig, die Kutte immer noch
hochgeschürzt. Amanda sah Blut aus seiner Kopfwunde rinnen."
DER KINDERMORD VON WALDERFINGEN1996, Verlag bay-music, Wadgassen, 217 Seiten, ISBN 3-9805269-0-9
Aus dem Text der Buchrückseite:
"Wallerfangen,
das 1341 Walderfingen hiess und die alte Burg Felsberg, die damals auf
dem Hansenberg stand, sind Mittelpunkt des packenden Kriminalromans,
den Adolf Bay veröffentlicht. Aber auch das vielfältige Leben in der
mittelalterlichen Handelsmetropole sowie die Aufklärung von sechs
Kindermorden und der an einer Nonne im Kloster Hargarten nehmen den
Leser gefangen. Historischer Hintergrund ist die Belagerung der Burg
Felsberg durch Truppen Erzbischof Balduins von Trier, die durch das
Verhalten des Wildgrafen von Dhaun und seine Freunde heraufbeschworen
wurde. Die Bedeutung Walderfingens als vorgeschobener Verwaltungsbezirk
Deutschlothringens, aber auch die konträre Stellung Herzog Rudolfs von
Oberlothringen zu Erzbischof Balduin werden präzise wiedergegeben.
Adolf Bay nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um Machtgier,
Intrigen, Sex und Leidenschaft geht." (Zitat)
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1996, Lehnert Verlag, Saarbrücken, 170 Seiten, ISBN: 3-926320-53-2
Aus dem Text der Buchrückseite:
"
Er war sein leiblicher Grossonkel und wurde wiedergeboren als
sein literarisches Kind. Hampitt Holbach, der saarländische Bergmann
aus Nunkirchen, die Romanfigur des Autors Elmar Engel, ist ein Wanderer
zwischen zwei Welten.
Vor der Jahrhundertwende war er aus der Heimat weggelaufen. Nach dreizehn langen, stürmischen Jahren in der Fremde, in Amerika, in der Wildnis Kanadas und Alaskas, versucht er, der Fremde zu entkommen, wird er wieder in einen sicheren Hafen einlaufen und Anker werfen.
Es ist die Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Hampitt kommt in seine Heimat zurück, nach Nunkirchen. Und er trifft sie alle wieder: Wasems Zilli, Roseknopps Heinzje, den August Schneck und den Billen Schorsch, 's Julia, 's Priemchen und 's Siska, de Münster Matz, de Totteltünn und andere. Aber, was hat er vorzuweisen ? Was hat er aus der Fremde mitgebracht ? Nichts als diesen verdammten schweren Koffer.
Mit dem unbekannten Inhalt dieses Koffers hat es was auf sich. Und das ist der Anfang eines saarländischen Heimat-Krimis, der im Hochwald, in Saarlouis, Saarbrücken und anderswo spielt." (Zitat)
Der Roman stellt den Abschluss des Romanzyklus um Hampitt Holbach dar. In der Trilogie Hampitt Holbach´s Odyssee (Hinter den blauen Bergen [erschienen 1992], Canada 1896 [erschienen 1988] und Goldrausch am Yukon 1897/98 [erschienen 1987]) werden die Wanderjahre in Nordamerika ausführlich beschrieben.
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DIE SAFRANHÄNDLERIN
2001, Wilhelm Heyne Verlag, München, 428 Seiten, ISBN 3-453-13714-0
Erstausgabe 1997 Paul List Verlag, München
Aus
dem Text der Buchrückseite:
Im Jahr 2004 folgte eine Fortsetzung, die jedoch nicht mehr in Trier spielt, unter dem Titel: SAFRAN FÜR VENEDIG
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LORETTE UND SIMON
Die Abenteuer der
Kinder vom Saarbrücker Ordensgut1998,
Lilo Häfner Verlag, Saarbrücken-Dudweiler, 198 Seiten, ISBN 3-928030-90-6,
mit Illustrationen von Tatjana Hüther-Popowa
Aus dem
Vorwort:
"Der Roman " Lorette und Simon - Die Abenteuer
der Kinder vom Saarbrücker Ordensgut" erzählt vom mittelalterlichen
Leben im Ordensgut der Deutschritter, auf der Burg und in den Städten
Saarbrücken und St. Johann.
Im Mittelpunkt stehen die Erlebnisse
und Abenteuer zweier Findelkinder, die in eine Kriminalgeschichte
verwickelt werden und eine gefährliche Reise entlang der Saar bestehen
müssen. Der historische Rahmen und einige Personen sind urkundlich
verbürgt, andere Mitwirkende im Roman und die Handlung selbst sind
frei erfunden." (Zitat)
GWENNAS SCHWEIGEN
2006, Lilo Häfner
Verlag, Saarbrücken
Aus
der Inhaltsangabe des Umschlages:
Für die Männer ist sie die
schönste Frau ihrer Zeit. Ihr Lehrer,der Druide Gwrtheyrn, hält
sie für eine Auserwählte der Götter. Und ihre Feinde sehen in ihr
eine Zauberin, vielleicht sogar eine Unirdische aus dem Reich der
Elfen. Gwenna, Fürstin und Priesterin der Mediomatriker, lebt in
einer undurchsichtigen Welt voller Intrigen, Verrat und Gewalt.
Sie und die Menschen in ihrer Umgebung scheinen gefangen in einem
tödlichen Netz und sie ahnen nicht einmal, wer dieses Netz spinnt.
Gwennas
Cousin und späterer Geliebter Arzhelus ist gezwungen, seine Heimat
zu verlassen und sich als Söldner zu verdingen. Sein Freund, der
zwergenhafte Barde Thevyainn, in dem manche einen Wechselbalg vermuten,
begleitet ihn. Während ihrer abenteuerlichen Reise durch die keltischen
Länder werden sie immer wieder mit mysteriösen Todesfällen und unaufgeklärten
Morden konfrontiert und irgendwann fragen sie sich, ob Gwenna nicht
doch weiß, wer die Fäden in der Hand hält. Aber die Fürstin schweigt.
Lange
… zu lange. (Zitat)
Das Buch kann auch beim Autor bezogen werden: Kontaktadresse
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DER
KNOCHENPOET
2005, Bastei-Lübbe-Verlag, Bergisch Gladbach, 384 Seiten, ISBN 978-3404153169
Aus dem Text der Buchrückseite:
" Als Kaiser Friedrich, genannt Barbarossa, im Frühjahr 1158 zum ersten Mal seine prächtige Pfalz im Marktflecken Lautern besucht, wird auf der nur wenige Meilen entfernten Burg Beilstein eine mysteriöse Truhe voller Menschenknochen entdeckt. Und noch ein weiterer Mord hält die Burgbewohner in Atem. Als der Burgherr Merbodo verdächtigt wird, stellt seine Tochter Rotrud auf eigene Faust Ermittlungen an. Doch welche Rolle spielt der zwielichtige Spielmann Trushard, auch >>der Knochenpoet<< genannt - jener Mann, in den Rotrud sich verliebt ?" (Zitat)
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DAS
FLAMMENSIEGEL
2006, Bastei-Lübbe-Verlag, Bergisch Gladbach, 379 Seiten, ISBN 978-3404154913
Aus dem Inhalt:
"Crema 1159: In den Lagern von Kaiser Friedrich, genannt Barbarossa,
bereitet sich alles für den entscheidenden Angriff auf die italienische
Stadt vor. Doch plötzlich häufen sich die rätselhaften Todesfälle, und
bald wird die Vermutung zur Gewissheit: Ein Verräter treibt sein
Unwesen in den eigenen Reihen. Der Kaiser beauftragt seinen Vertrauten
Trushard mit den Ermittlungen. Aber Trushard hat die Rechnung ohne
Ehefrau Rotrud gemacht - ihres Zeichens Hofdame der Kaiserin und nicht
gewillt, in Tagen höchster Gefahr, Altardecken zu besticken. Als
männlicher Bote verkleidet schleicht sie sich ins Lager. Und muss
erfahren, dass es um das Leben des Kaisers geht … " (Zitat)
Der zweite Fall von Rotrud von Saulheim, der nun nicht mehr in Kaiserslautern sondern Italien angesiedelt ist.
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Susanne Kraus ist an mehreren Krimi Anthologien mit im Mittelalter spielenden Kurzgeschichten beteiligt. In BLUTROT - SPUREN IM SCHNEE ist ihre Geschichte wieder in der Kaiserpfalz in Kaiserslautern angesiedelt. In LETZTE GRÜSSE VON DER SAAR erzählt sie von kriminellen Ereignissen auf der Burg in Kirkel.
Seit 1987 ist Eberhard Kunkel Mitautor der Comicserie KARL (Der Spätlesereiter), während Michael Apitz den zeichnerischen Part der Erzählungen übernimmt. Die Comics drehen sich um den Rheingau, den Weinbau und um abenteuerliche, bzw. kriminalistische Verstrickungen um die Wende des achtzehnten auf das neunzehnte Jahrhundert mit den durch die französische Revolution ausgelösten kriegerischen Wirren in dieser Zeit als Hintergrund. Seit 1995 gibt es parallel zu den Comics auch die sogenannten Krimi Karl Romane. Mit einigen Illustrationen von M.Apitz sowie interessanten historischen Erklärungen im Anhang (inkl. Quellenangaben) ergänzt, präsentiert hier Eberhard Kunkel auf in der Regel 180 bis 190 Seiten spannende Kriminalfälle vor besagter historischer Kulisse, die von Karl und seinen getreuen aus den Comics bekannten Freunden gelöst werden. In bisher zwei der erschienen Bücher werden auch Geschehnisse an der Mosel bzw. in der Südpfalz in die Handlung eingebunden (und daher auch hier erwähnt):
DER SCHARFRICHTER VON LANDAU
1997,
ak-Verlag GmbH, Walluf,187
Seiten, ISBN 3-925771-19-0
Dritter Roman der Reihe Aus
dem Text der ersten Buchinnenseite:
"Karl und -Maria
besuchen einen Klavierabend im Brentanohaus zu Winkel im Rheingau.
Als das Konzert vorbei ist, bleibt einer der Zuhörer regungslos
in seinem Sessel sitzen.
Er ist tot.
Keiner der Anwesenden
scheint ihn jemals zuvor gesehen zu haben. Karl spürt, dass dieser
Mann keines natürlichen Todes gestorben ist. Ehe er es sich versieht,
ist er in seinen dritten Kriminalfall verwickelt..." (Zitat)
VON TRIER BIS ZUR HÖLLE
Mai 2000; ak-Verlag
GmbH; Walluf, 190 Seiten, ISBN 3-925771-30-1
Sechster
Roman der Reihe
Aus
dem Text der ersten Buchinnenseite:
"in den unruhigen
Jahren 1791, 1792 und 1793 werden Karl und sein Freund Pater Anselm,
der Pater Kellner des Benediktinerklosters Johannisberg im Rheingau,
in einen heimtückischen Mord verwickelt. Zu seiner Aufklärung greifen
sie zu einem sehr ungewöhnlichen Mittel, das der Dichtung Dantes
zu neuer Aktualität verhilft... Karl muss im Zuge der Ereignisse
vom nahen Gensingen aus in die alte römische Kaiserstadt Trier und
schliesslich noch mit dem Pater zusammen zur Sommerresidenz des
Mainzer Kurfdürsten nach Aschaffenburg reisen." (Zitat)
weitere Romane aus der Reihe der Krimi Karl
Romane:
Der Tote zuwenig (1.Band)
Mord hat viele Kleider
(2.Band)
Tote kennen keine Zeit (4.Band)
Würzburger Affäre
(5.Band)
Das Grab im Plixholz (7.Band)
Das Geheimnis der Amselmühle
(8.Band)
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MORD AUF DER SIERSBURGMärz 2003, Asaro Verlag, Ottersberg, 161 Seiten, ISBN: 3934625320
Aus dem Text der Buchrückseite:
"Hoch geht es her bei den Vorbereitungen zu einem Hochzeitsfest auf Burg
Siersberg. Gaukler, Barden und stolze Ritter hoch zu Ross treffen ein,
um dem Hochzeitspaar zu huldigen.
Da machen Handwerker eine grausige Entdeckung: Eine mumifizierte Frauenleiche steckt in einem Zuflussrohr zur Burgzisterne.
Dame
Ermentrude und Bruder Jerome, der Burgkaplan wollen das mysteriöse
Rätsel der Mumie lösen. Bei ihren Ermittlungen verschwindet die Zofe
der Dame spurlos und bei der Hochzeitsfeier geschieht ein Mord.
Werden die beiden das düstere Geheimnis lüften, das Burg Siersberg umgibt und Licht in das Dunkel bringen?
Vor der prallen Kulisse des Hochmittelalters präsentiert Barbara Mansion humorvoll ihren mitreißenden Kriminalroman."
(Zitat)
Dies ist der Erstlingsroman von Barbara Mansion, die 1961 in Saarfels geboren wurde und auch heute wieder mit ihrer Familie dort lebt. Eine Leseprobe und Rezensionen finden Sie auf den Seiten des Asaro Verlages. Daneben hat auch das Online Magazin how2find eine Rezension des Buches sowie ein Interview mit der Schriftstellerin (inkl. Bild) veröffentlicht. Im Jahr 2003 widmete auch die SR 3 Saarlandwelle des Saarländischen Rundfunks in ihrer Sendereihe Lesezeichen einen Beitrag von Gerd Heger dem Buch.
MÖRDERISCHE WALLFAHRT
2007, Conte Verlag Saarbrücken, 202 Seiten,
ISBN 978-3-936950-59-5, Preis 9,90 Euro
Aus
dem Klappentext:
"Anno 1242. Arnold von Siersberg begibt sich mit
seiner Tante Ermentrude von Kirkel und seinem Kaplan Jerome auf die alljährlich
vorgeschriebene Wallfahrt zum Schrein des Heiligen Liutwin ins Mettlacher Kloster.
Doch den Auftrag, den Arnold in Wahrheit dort auszuführen hat, ist alles andere
als gottesfürchtiger Natur. Im Trubel der Feierlichkeiten und des gleichzeitig
stattfindenden Jahrmarktes trifft er sich mit dem Abgesandten Arnold von Isenburgs,
eines gesuchten Aufrührers, den es nach dem Trierer Erzbischofsstuhl gelüstet.
Als jener Abgesandte bei der Zusammenkunft ermordet wird, gerät ausgerechnet
Dame Ermentrude unter dringenden Tatverdacht. Resolut macht sie sich mit Bruder
Jeromes nur widerwillig geleisteter Hilfe an die Aufklärung des Falles und entdeckt
unter der frommen Oberfläche des Klosters schier Unglaubliches." (Zitat)
Meine Meinung:
Man
schreibt das Jahr 1242. Die Neubesetzung des Erzbischofsstuhls in Trier scheint
abgeschlossen. Aber ein Kandidat erhält seinen Anspruch trotz militärischer
Niederlagen aufrecht. Nun suchen die Kontrahenten die Lösung durch Geheimverhandlungen
zu erreichen. Die alljährliche Wallfahrt zum Schrein des Heiligen Liutwin in
Mettlach und der sich daran anschliessende Markt bietet die Gelegenheit
für alle beteiligten Parteien ihre Unterhändler unverdächtigt zusammenzubringen.
Doch als ein Abgesandter getötet wird, überschlagen sich die Ereignisse. Nur
einige wenige Personen kommen als Mörder in Betracht. Auch Dame Ermentrude von
Kirkel, die eigentlich nur herausbekommen wollte, was ihren sonst gar nicht
so frommen Neffen - Ritter Arnold von Siersberg - zur Wallfahrt nach Mettlach
antreibt, findet sich im Kreis der Verdächtigen wieder. Eine derartige
Beschuldigung lässt die resolute Edelfrau -wie Kenner des ersten Romans
"Mord auf der Siersburg" bereits wissen- nicht ruhen. Doch auch
sie kann einen weiteren Mord nicht verhindern...
Mit ihrem zweiten Roman
um Dame Ermentrude legt Barbara Mansion einen flott geschriebenen Mittelalterkrimi
vor. Schrullige Figuren wie der stets um sein Seelenheil besorgte Pater
Jérôme, die aufmüpfige französische Zofe (herrlich ihr deutsch-französisches
Kauderwelsch) und natürlich die ebenso pfiffige wie selbstbewusste Dame Ermentrude
mit ihren "kleinen Schwächen" sind in diesem Romanen in zahlreiche
humorvolle und teilweise auch spannende Situationen verwickelt. Auch die
mittelalterliche Welt wirkt -vor allem in der Marktbeschreibung- prall und voller
Leben. Diesen Pluspunkten stehen kleinere Schwächen gegenüber. So ist dem versierten
Krimileser, auf Grund der begrenzten Anzahl an Verdächtigen, schon bald bewusst,
wer der Täter sein wird. Neben den zahlreichen interessanten geschichtlichen Details,
die im Roman Erwähnung finden, schleichen sich auch Ungenauigkeiten ein; so
beispielsweise ein Hinweis auf französische Pralinen, die es definitiv
im Jahre 1242 noch nicht zu kaufen gab, was selbst historisch nicht versierten
Leser sofort ins Auge springt.
Insgesamt ist dies jedoch ein amüsanter, gut
lesbarer Krimi mit einer Lösung des Falles im Stile der bekannten Agatha-Christie-Romane.
Auch weitere Romane um die "Miss Marple des Mittelalters" sind geplant.
Und dies sind keine schlechten Aussichten für die saarländischen Krimileser.
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KATHARINAS ERBE
2007,
Emons Verlag,
Köln, 400 Seiten, ISBN: 978-3-89705-483-7
Zum
Inhalt:
"1650 an der Untermosel: Der fünfzehnjährige Josef wird
von seiner Familie aus der Eifel nach Lay an der Mosel geschickt, wo er
als Knecht auf dem Hof des Johann Weltershof und seiner Nichte
Katharina arbeiten soll. Die junge Kaufmannstochter hat in dem
grausamen Krieg, der Deutschland dreißig Jahre lang verwüstete, fast
ihre ganze Familie verloren. Bei ihrem Onkel aufgewachsen, lebt sie nun
in der Nähe von Koblenz und beginnt mit vorsichtiger Hoffnung, an den
Frieden zu glauben.
Aber noch wirft der Krieg dunkle Schatten: Eine
plündernde Bande entlassener Söldner hat sich im Wald über dem Moseltal
verschanzt und bedroht das Dorf. Der Anführer der Söldner ist für
Katharina und ihren Onkel kein Unbekannter. Doch was am bedrohlichsten
ist: Es scheint einen Verräter und Mörder in Lay zu geben, der auf der
Seite der Soldaten steht." (Zitat)
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Die Autorin wurde 1920 in Tangerhütte bei Stendal geboren und lebt seit der seit vielen Jahren in Saarbrücken. Nähere Informationen zu Ihrer Person und ihrem Werk finden Sie auf den Seiten des Freien Deutschen Autorenverbandes (Landesverband Saarland)
2000,
Frieling & Partner GmbH, Berlin, 80 Seiten, ISBN: 3-8280-1204-3
Aus dem Text der Buchrückseite:
"Zwei Jahre nach dem Krieg, Lilo eine junge Frau ohne Angehörige, ohne Wohnsitz und ohne Papiere, hält sich nach ihrer Flucht aus russischer Gefangenschaft und Zwangsarbeit durch Klein-Schmuggel über die deutsch-französiche Grenze über Wasser. Als sie im Niemandsland zwischen Deutschland und dem französisch besetzten Saarland auf eine Leiche stösst, gerät sie in das Räderwerk der grenzüberschreitenden kriminalpolizeilichen Ermittlungen." (Zitat)
Das Buch spielt nach Ende des zweiten Weltkrieges, der Schmuggel zwischen dem französisch besetzten Saarland (Saarbrücken) und Deutschland (Trier) bildet den Hintergrund für die Kriminalgeschichte.